Der Sameranger See ist einer der klarsten Gebirgsseen überhaupt. Sichtweiten von 20 – 30m sind keine Seltenheit. Tauchen nur in Verbindung mit dem Hotel Fernsteinsee möglich.
Gebirgsseetauchen auf 1000m mit Ulrike und Hartmut. Dafür hatten wir uns den Samerangersee in Tirol am Fernpass ausgesucht. Ende September waren die Wassertemperaturen mit 7° bis 8° noch ganz angenehm, allerdings hatte das starke Unwetter vor 3 Wochen sehr zur Trübung des Wassers geführt. Die Sichtweite lag bei ungefähr 20m, anstatt 30m bis 40m. Für uns, die mit den Pfälzer Seen schlimmeres gewohnt sind, trotzdem eine super Sicht. Der über Jahrzehnte entstandene Algenbewuchs an den versunkenen Bäumen, die Lichtspiele der Sonnenstrahlen die in 16m Tiefe die Wellenbewegungen auf dem Boden nachbilden und die Forellen, die scheinbar schwerelos im Raum stehen. Das alles macht den Reiz aus, hier tauchen zu gehen.
Ein kleiner Ausflug Ende Mai zum Fernsteinsee und Sameranger See, so kann man die Tauchsaison 2022 starten.
Das Hotel Fernsteinsee bietet speziell für Taucher 3 und 5 Tage Pakete Übernachtung mit Frühstück an. Die beiden Bergseen Fernsteinsee und Sameranger-See gehören zum Hotel und befinden sich auf dem 280 000 m2 großen Privatgelände. Für die kostenlose Tauchgenehmigung sind mindestens 2 Übernachtungen im Hotel oder in den Ferienwohnungen Villa Lorea Voraussetzung.
Speziell der Sameranger-See der nur durch Quellwasser gespeist wird, hat Sichtweiten von über 30m. Im Idealfall, bei Mittags-Sonne, kein Wind bzw. keine Wellen, kann man durch den ganzen See sehen. Das nährstoffarme Wasser mit Temperaturen von 4° bis 10° erlaubt nur bestimmten Algen ein langsames Wachstum. An Fischen gibt es Forellen und Saiblinge. Da die Algen bei Beschädigung Jahrzehnte zur Regeneration brauchen wird sicheres Tarieren vorausgesetzt. Für Fernstein-See sind 80 und für Samaranger-See 100 Tauchgänge vorzuweisen.
Am Fernstein-See gibt es 4 Einstiegsstellen und am Sameranger eine. Die Einstiegstellen sind nur mit Zugangskarte zu betreten, haben kleine Hütten mit Tischen und Bänken, Einstiege mit Stufen, Geländer, geschottert, alles perfekt für Taucher.
Da das ganze Tal auch Weideland ist, gehören die Kühe zur Tauchgangs Begleitung. Wenn sich bei der Fahrt zur Einstiegstelle eine Kuh denselben Weg ausgesucht hat, kann es schon mal etwas länger dauern bis man die 500m zum Sameranger zurückgelegt hat. Oder am Einstieg, bitte nicht wundern, sind die Taucher hinter dem Viehzaun und außen stehen die Kühe. Früher, ohne Zaun konnte es passieren, dass nach dem Tauchgang eine neugierige Kuh die Tauchertasche untersucht hatte.